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Reichswaldblatt März 2019

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PARTEIEN Die Jungen

PARTEIEN Die Jungen zahlen die Zeche! Der Haushalt 2019 des Marktes Feucht sowie die sich daraus ergebenden Folgen für die kommunale Entwicklung in den nächsten Jahren waren das beherrschende Thema der letzten Sitzung der Unabhängigen. Marktgemeinderat Gerd Steuer führte zuerst in die grundsätzliche Thematik eines Haushaltsplanes ein. Danach zeigte er auf, dass er im Namen der KLEINEN bereits bei den Haushaltsberatungen in den Vorjahren, vor allem 2018, darauf hingewiesen hatte, dass nach Ausgabe der Rücklagen kaum noch ein ausgeglichener Haushalt aufgestellt werden könne. Die Gruppe der KLEINEN werde aber einer Kreditaufnahme und einer deutlich höheren Neuverschuldung nur in Ausnahmefällen z.B. Bau des Kinderhauses in der Altdorfer Straße zustimmen. Deshalb kann es für die anderen Parteien nicht überraschend gewesen sein, dass die Unabhängigen, die Freien Wähler und die Franken den Haushalt 2019 ablehnten. Folgende Gründe bewogen die Kleinen, dem Haushalt die Zustimmung zu verweigern: Die Einnahmen für den Haushalt 2019 wurden vom Kämmerer viel zu optimistisch angesetzt, obwohl neuerdings regelmäßig in den Nachrichten auf ein immer schlechter werdendes Wirtschaftswachstum hingewiesen wird. Es muss angezweifelt werden, ob die hohen Beträge für die Gewerbesteuer und die Einkommensteuer erzielt werden. Dazu kommen die Unwägbarkeiten, die sich aus dem Brexit und dem Handels- und Zollkrieg zwischen Amerika, Europa und China ergeben. Außerdem ist nicht sicher, ob die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen wirklich erreicht werden. Es ist richtig, dass die Kleinen fast allen Vorhaben zugestimmt haben, aber unsere vielen Sparvorschläge während den Beratungen wurden von der großen Mehrheit immer abgeschmettert. Ich darf dabei beispielsweise an die Sparvorschläge beim Bau der Kindertagesstätte in der Sternstraße, bei der Sanierung des Neuen und Alten Friedhofes und dem Bau des Dorfladens in Moosbach erinnern. Außerdem habe ich während der Haushaltsberatungen immer wieder Verschiebungen einzelner Maßnahmen und Einsparungen angemahnt. Allerdings fand ich bei keinem Vorschlag Unterstützung bei CSU, SPD und Grünen. So ist zum Ausgleich des Haushalts 2019 ein Kredit von etwa 2 Millionen Euro nötig und für das Haushaltsjahr 2020 braucht es nach der Finanzplanung eine noch höhere Kreditaufnahme von 2,8 Millionen Euro. Damit verdoppeln sich die Schulden des Marktes innerhalb von 2 Jahren. Eine Konsolidierung des Haushaltes, wie es der Kämmerer in seinen Ausführungen forderte, wird wieder nicht in die Wege geleitet! Er wies deutlich darauf hin, dass die Aufstellung des Verwaltungshaushalts immer schwieriger wird, da die freie Finanzspanne jetzt zusätzlich durch die erheblich steigenden Schuldzinsen immer kleiner wird. Die fetten Jahre sind endgültig vorbei, sogar die CSU hat dies inzwischen erkannt und publiziert. An dieser Stelle griff Johannes Schmidt ein und stellte die Frage, welche Gestaltungsmöglichkeiten dem nächsten Marktgemeinderat bzw. dem neu zu wählenden Bürgermeister bleiben. Vorsitzender Gerd Steuer antwortete, dass seiner Einschätzung nach einige kostenintensive Vorhaben um Jahre verschoben werden müssen. Jasmin Schmidt stellte die Frage, ob die Kleinen wirklich die finanzielle Unterstützung der Vereine kürzen wollen. Die klare Antwort lautet, dass die Kleinen den Vereinen kein Geld wegnehmen werden, dass aber eine Anhebung der Zuschüsse in nächster Zeit nicht finanzierbar ist. Leider haben Vertreter der anderen Parteien die Haushaltsrede von Gerd Steuer nicht richtig gelesen! Die Kleinen sprechen nicht von Kürzungen sondern vom Einfrieren der freiwilligen Leistungen des Marktes! Nachdem man noch einige organisatorische Fragen zur nächsten Pflanzentauschbörse im April besprochen hatte, beendete Vorsitzender Steuer die Sitzung. Gerd Steuer 22 Zum Haushalt Auch die Franken würden lieber nur gute Nachrichten verbreiten. Auch wir würden gerne weiterhin so großzügig mit dem Gemeindevermögen haushalten. Ja, die Einnahmen der Gemeinde mögen momentan Sprudeln. Aber man sollte die Ehrlichkeit besitzen und darauf hinweisen: Man muss damit rechnen, dass wirtschaftliche und konjunkturelle Veränderungen bevorstehen. Darauf weist nicht nur der Gemeindekämmerer hin, auch deutsche Ökonomen warnen. Falls sie Unrecht haben, auch gut. Dann haben wir eben am Jahresende einen Überschuss in der Gemeindekasse. Wir finden, das wäre besser, als jetzt das Geld der Bürger mit vollen Händen auszugeben, um dann möglicherweise mit leeren Taschen dazustehen. Auch wenn die CSU und die SPD, die dem Haushalt wie vorgeschlagen zustimmten, uns jetzt vorwerfen, wir würden Zukunftsprojekte verhindern: Das Gegenteil ist der Fall! Weiterhin stehen die Franken für Zukunftsprojekte. Wir unterstützen soziale Einrichtungen, die Erweiterung von Museen oder die Unterstützung örtlicher Vereine ausdrücklich. Genauso befürworten wir ganz klar den Bau eines neuen Kindergartens, gerade wenn der Bedarf weiterhin vorhanden ist und bleibt. Aber muss der Bau drei Millionen Euro kosten? Muss das staatliche Forstamt auf einer preistreibenden Holzbauweise bestehen? Auch wenn der bayerische Ministerpräsident diese Bauweise als fortschrittlich lobt – die Differenz zahlen die Feuchter Bürger. Auch über den Neubau des Rathauses sollte man einfach noch einmal nachdenken, gerade wenn in der Altdorfer Straße noch das derzeitige ehemalige Rathaus 2 steht. Und vielleicht kann man auch das ein oder andere Projekt noch etwas verschieben, um die Kosten über einen längeren Zeitraum zu verteilen und dadurch pro Haushaltsperiode niedriger zu halten. Aktion „Rettet die Bienen“ Das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ war auch im Markt Feucht ein voller Erfolg. Über 30% der Wahlberechtigten unterschrieben für den Gesetzentwurf, der mehr Artenschutz in Bayern verspricht. Das zeigt, wie hoch gerade in Feucht der Stellenwert einer gesunden und lebenswerten Umwelt ist. Wir danken hier auch noch einmal dem Bund Naturschutz, der die Aktivitäten der verschiedenen Bündnispartner gebündelt und damit zu dem großartigen Ergebnis maßgeblich beigetragen hat! Außerdem gilt unser Dank auch den Feuchter Bürgerinnen und Bürgern, die mit diesem Ergebnis ein klares Signal gesetzt haben. Deshalb ist jetzt umso wichtiger, im Markt Feucht im Sinne dieses Volksbegehrens zu handeln. Es muss zum Beispiel in unserer von Fern- und Staatsstraßen umschlossenen Kommune völlig selbstverständlich sein, die letzten noch verbliebenen Freiflächen mit Wiesen und Bäumen zu erhalten. Sie sind die grüne Lunge der Gemeinde und tragen einen wichtigen Teil zur Reinigung der Luft bei. Deshalb kann und darf es nicht sein, dass Wald- und Wiesenflächen innerhalb der Verkehrsgürtel zu Bebauungsflächen umgewidmet werden sollen, obwohl bestehende Baugebiete brachliegen. Hierzu findet am 13.03. um 19:00h in der Reichswaldhalle eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Serviceunternehmen Deutsche Bahn Wir kommen nicht darum herum: Wieder einmal müssen wir auf den Zustand des öffentlichen Personennahverkehrs, insbesondere den Service der Deutschen Bahn hinweisen. So setzt die Deutsche Bahn auf der Linie S2 von und nach Altdorf Züge der Linie S3 ein. Diese Züge haben im Gegensatz zu denen der Linie S2 keinen bahnsteiggleichen Einstieg für diese Strecke. Damit werden die Einstiege zum unüberwindbaren Hindernis für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Darüber hinaus sind die Züge der Linie S3 mit erheblich weniger Sitzplätzen ausgestattet. In den Hauptverkehrszeiten sind die Züge deshalb häufig überfüllt. Gleiches gilt übrigens für die S-Bahn in Richtung Neumarkt. Immerhin wird hier bereits am Bahnsteig über ein „vermindertes Sitzangebot“ informiert. Trotzdem: Die überfüllten Züge sind eine Zumutung. Die Fahrpreise würden einen wesentlich besseren Service rechtfertigen. Auch am Zustand der Bahngebäude ist noch keine Verbesserung festzustellen. Die Aufzugsanlagen sind oft monatelang außer Betrieb, ausgefallene Beleuchtungsanlagen werden nicht repariert. Auch das Argument, zerstörungswütige Jugendliche seien für den desolaten Zustand des Bahnhofs zuständig, kann da nicht zählen. Eigentlich kann man nur von Desinteresse des Unternehmens ausgehen. Dafür spricht auch der Zustand der Unterführung. Nach der wochenlangen „Sanierung“ tropft es nun schon wieder durch die Decke. Das fällt aber mittlerweile nicht mehr so stark auf, denn auch das Dach an Gleis 4 und 5 ist mittlerweile massiv undicht. Wenigstens gibt es an Gleis 2 und 3 kein Dach. Und Gleis 1 wird ja ohnehin nicht mehr angefahren, da er nicht an die neuen Züge angepasst wurde. Christian Nikol FEUCHT | MOOSBACH | SCHWARZENBRUCK | GSTEINACH | OCHENBRUCK | WINKELHAID | PENZENHOFEN | ALTDORF | BURGTHANN | RÖTHENBACH ST. WOLFG. • MÄRZ 2019

FEUCHT 1. Dorfladentag in Moosbach Unser Dorfladen wird jetzt konkretisiert „ Moosbach - Zum einen wurde die Dorfladen Moosbach UG (haftungsbeschränkt) im September 2018 gegründet. Zum anderen steht der Standort unseres Dorfladens fest. Die Gemeinde Feucht baut neben der Feuerwehr in Feucht Moosbach ein Wohn-/Geschäftshaus. Das Erdgeschoss mit Terrasse wird an uns vermietet. Baubeginn 2020. Unser Dorfladen funktioniert nach dem Prinzip „Von uns Bürgern für uns Bürger“ und wird von den Bürgen in Form Stiller Gesellschafter getragen. Aktuell besteht die UG aus 80 stillen Gesellschaftern. Eine gute Basis! Für den Erfolg unseres Dorfladens ist jedoch noch die Beteiligung vieler weiterer Bürger erforderlich. Unsere Ziele: Versorgung mit regionalen und Fairtrade Produkten, Treffpunkt für die Bürger, Bewirtung mit Kaffee, Kuchen, Brotzeiten u. ä., Veranstaltungen und Aktionen, Anbieten von Dienstleistungen. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Marktgemeinde Feucht statt. Gabriele Fischer Goldankauf in Altdorf Karin‘s Schmuckeckla, Obere Brauhausstr. 1 Sofort Bargeld für Zahngold, Schmuck, Ringe, Münzen in Zusammenarbeit mit NEW ICE Deutschland GmbH 35 Jahre Goldankauf Bitte Ausweis mitbringen Spielwarenmesse Die Bodypainterin Monika Gruber, Geschäftsführerin der Schönheitsstuben und der Schönheits-Akademie, wird mit ihrem Team jedes Jahr auf der Spielwarenmesse zum Repräsentanten bestimmter Kreativschminke auf Messeständen und Bühnen. Die tägliche Bühnenschau der Wendelsteinerin zieht das Publikum sowie Presse und das Fernsehen magnetisch an. In einem ausführlichen Interview stellte Frau Gruber ihre Leidenschaft zum künstlerischen dar und informierte über die kommenden Trends gerade im FX-Schminkbereich, bezüglich Gips und Latexarbeiten. Hier wird auch exklusiv in ihrer neuen 4. Niederlassung in Schwabach dieser Bereich für den Kunden für besondere Bilder inklusive Fotoshooting angeboten. Das Schwabacher Studio bietet außerdem einen Whirlpool für 4 Personen sowie eine Infrarotkabine. Monika Gruber (Inhaberin) Schönheitsstube Wendelstein & Schönheits-Akademie Nürnberger Straße 2 90530 Wendelstein 0172/8454335 www.schoenheitsstube-wendelstein.de www.schoenheits-akademie.de Schönheitsstube Schwabach Friedrichstraße 2a 91126 Schwabach PR-Anzeige Wir verlosen 3x2 Eintrittskarten für SPDKultur Jörg Schumacher „Lügenpresse“ Samstag, 04.05., 20 Uhr Reichswaldhalle Feucht Senden Sie eine Postkarte an: Reichswaldblatt Verlag, Lydia Seifert, Marktstr. 10, 90530 Wendelstein Einsendeschluss: 25.03.2019 (Poststempel). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. MÄRZ 2019 • FEUCHT | MOOSBACH | SCHWARZENBRUCK | GSTEINACH | OCHENBRUCK | WINKELHAID | PENZENHOFEN | ALTDORF | BURGTHANN | RÖTHENBACH ST. WOLFG. 23

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