Aufrufe
vor 2 Monaten

Reichswaldblatt - Mai 2021

  • Text
  • Zeit
  • Moosbach
  • Schwarzenbruck
  • Winkelhaid
  • Altdorf
  • Menschen
  • Markt
  • Apotheke
  • Feuchter
  • Feucht

PARTEIEN

PARTEIEN Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (HORM) Museumserweiterung kurz- und mittelfristig nicht realisierbar Nicht alles was wünschenswert ist, ist möglich Erstmals legten die Museumsverantwortlichen ein detailliertes und beeindruckendes Konzept für die Präsentation der Ausstellungsgegenstände des Museums vor. Dennoch konnte sich die SPD-Fraktion in der Aprilsitzung des Marktgemeinderates diesen Vorstellungen nicht anschließen. Der Markt ist nicht verpflichtet Der Markt Feucht ist zu einer maßgeblichen Unterstützung der Erweiterung des Museums nicht verpflichtet. Zwar hat sich der Markt 1988 in dem Vertrag mit der Familie Oberth mit dem Kauf des Pfinzingschlosses und der Annahme der wissenschaftlichen Sammlung zur kostenlosen Unterbringung der überlassenen Gegenstände verpflichtet. Aber diese Pflicht ist mit dem jetzigen Museum erfüllt, auch wenn die Lagerung eines Teils der wissenschaftlichen Sammlung und der Archivalien Hermann-Oberth im Dachgeschoss der Reichswaldhalle als nicht sachgerecht und ausreichend angesehen wird. Das bedeutet, dass alle Mittel, die über den Betrag hinausgehen, der für eine sachgerechte Unterbringung des Oberth-Archivs erforderlich sind, eine freiwillige Leistung darstellen würde. Angespannte Finanzen In diesem Zusammenhang muss berücksichtigt werden, dass das Landratsamt den Gemeinderat dringlich zur Zurückhaltung bei den freiwilligen Leistungen auffordert. Weiter sind in der Finanzplanung für die kommenden Jahre bedeutende notwendige Investitionen vorgesehen. Daraus folgt für uns, dass die von den Verantwortlichen des HORM gewünschte Erweiterung kurz- und mittelfristig vom Markt nicht gefördert werden kann. Deshalb lehnen wir es ab, zum jetzigen Zeitpunkt Geld für Architektenleistungen zur Ermittlung künftiger Baukosten auszugeben. Schon die Durchführung eines der Beauftragung von Architekten und Fachplanern vorgelagerten Verfahrens ist mit Kosten verbunden. Es müsste externes Fachwissen herangezogen. Ein entsprechender Vorschlag mit Folgekosten in sechsstelliger Höhe wurde von uns, den Grünen und Bürgermeister Kotzur erfolgreich abgelehnt. Einstimmiger Auftrag, Rechtsfragen zu klären Die SPD-Fraktion ist lediglich damit einverstanden, dass bereits jetzt die Rechtsfragen geklärt werden, die sich für die und nach der Gründung einer gemeinsamen Treuhandstiftung von Markt und HORM stellen. Es handelt sich in erster Linie um drei Fragen: 1. Ist es dem Markt rechtlich möglich, seine Grundstücke der Treuhandstiftung zur Verfügung zu stellen, wenn sie für die gewünschte Erweiterung des Museums und den Museumsbetrieb erforderlich sind. 2. Wie müssen die Satzung der Stiftung, die Ausstattung der Stiftung und die Organisation des Museumsbetriebs gestaltet werden, damit die Stiftung und deren Geschäftsführung als gemeinnützig i. S. der Abgabenordung anerkannt werden kann. 3. Mit welchem Aufwand und welchen Kosten ist mit der Wahrnehmung der Treuhänderstellung zu rechnen? Einstimmig beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung mit der Klärung dieser Fragen zur Vorbereitung der Bildung einer Treuhandstiftung. Beachtet werden muss außerdem, dass die „Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern als Bedingung für eine finanzielle Förderung“ eine Sicherstellung der künftigen Betriebskosten verlangt. Nach einer im Jahr 2019 vorgelegten Aufstellung musste schon damals mit 200.000 € jährlich gerechnet werden. Wenn weder die Eintrittsgelder noch Zuschüsse Dritter diese Kosten decken könnten, müsste der Markt einspringen. Auch hier würde es sich um eine freiwillige Leistung der Kommune handeln, die den Verwaltungshaushalt belastet und die zusätzlich die Frage aufwirft, wie es um die Gleichbehandlung mit anderen Vereinen stehen würde. Wunschvorstellungen reichen nicht aus Die SPD erkennt den großen Einsatz der Museumsverantwortlichen, den sie in der Vergangenheit geleistet haben und immer noch leisten, ist aber der Ansicht, dass die Erweiterungsüberlegungen die Möglichkeiten des Marktes übersteigen. Den von der CSU angeführten Nutzen, den die Museumserweiterung für den Markt angeblich hat, z. B. Übernachtungsgäste, betrachten wir als Wunschvorstellung. Keinesfalls kann es Aufgabe des HORM sein, in die Bresche zu springen, wenn das große Deutsche Museum in München die Annahme ihm angebotener Objekte ablehnt. Hannes Schönfelder Erfolgreicher Antrag: Das Fahrradverkehrskonzept kommt! Das Fahrrad ist gerade innerörtlich in vielen Fällen das schnellste, kostengünstigste, umwelt- und klimafreundlichste Verkehrsmittel. Außerdem nimmt es im Vergleich mit allen anderen Verkehrsmitteln auch noch den geringsten Platz im öffentlichen Raum in Anspruch. Es wird schon länger festgestellt, dass erfreulicherweise immer mehr Menschen auf diese Form klimafreundlicher, ressourcenschonender und gesundheitsfördernder Mobilität setzen. Mit Blick auf unsere Gemeinde profitieren nicht nur die Radler*innen selbst, sondern die Allgemeinheit von weniger Verkehrslärm, Staub und Abgasen. Wir freuen uns sehr, dass der Marktgemeinderat einstimmig über alle Fraktionen unseren Antrag angenommen hat und die Ausarbeitung eines Fahrradverkehrskonzeptes für den Markt Feucht beschlossen hat. Damit wird gemeinsam das Ziel ins Auge gefasst, das Radfahren in Feucht und Moosbach attraktiver zu machen. Dabei ist es wichtig, dass vor allem Strecken des Alltags zügig, auf gutem Straßenbelag, ohne große Umwege und natürlich auch sicher mit den Fahrrädern zurückgelegt werden können – und zwar von Jung und Alt. Dementsprechend ist die Zielstellung des ins Leben gerufenen Arbeitskreises, geeignete Maßnahmen auszuarbeiten und vorzuschlagen, welche ein ehrgeiziges Wachstum des Fahrradanteils am Gesamtverkehrsaufkommen als Ziel haben. Konkret bedeutet das, nicht nur einzelne Stellen im Straßenverkehr zu prüfen, sondern typische Radrouten wie z.B. hin zu Schulen, dem ÖPNV, den Freizeiteinrichtungen und in die Ortsmitte im Zusammenhang zu betrachten und auf mögliche Verbesserungen und Optimierungen hin zu prüfen. Dazu gehören auch Abstell- und Sicherungsmöglichkeiten an verschiedenen Plätzen. Es werden in der nächsten Zeit zum einen bereits erarbeitete Konzepte und Vorschläge zusammengetragen und geprüft, zusätzlich dazu sollen auch die „Expert*innen des Alltags“, also die Bürgerinnen und Bürger gebeten werden, ihre konkreten Vorschläge und Erfahrungswerte mit einfließen zu lassen. 12 MAI 2021 Andreas Sperling

Foto: © Thomas Otto – stock.adobe.com PARTEIEN Warum der geplante Sandabbau Bannwald bei Altdorf und Winkelhaid bedroht, aber eben nicht nur ein lokales Problem vor Ort ist Feucht ∙ Wendelstein ∙ Neumarkt ∙ Herpersdorf Es muss eine Güterabwägung getroffen werden: Gewinnung von Sand als Baustoff einerseits, Verlust von Wald, Boden und Lebensräumen andererseits. Da Sand als Baustoff nicht immer ersetzt werden kann und global inzwischen als knapper Rohstoff gilt, muss die Lösung künftig darin liegen, die technisch bereits vorhandenen Lösungen des Sandrecyclings hochzuskalieren und diese in industriellem Maßstab anzuwenden. In Deutschland werden heute rd. 87 %(!) der abgebrochenen Baustoffe deponiert und eben nicht mehr weitergenutzt. Die negativen Auswirkungen von Waldrodungen bleiben nicht lokal begrenzt, sondern verstärken und intensivieren globale Krisen: Die aufgrund von Temperaturerhöhung, Trockenheit und Schädlingsbefall bereits massiv unter Stress stehenden Wälder werden zusätzlich geschwächt. Um die Ökosystemleistungen - von denen vor allem auch die Lebensbedingungen für uns Menschen entscheidend abhängen - erbringen zu können, sind zusammenhängende, große und damit auch stabile und resiliente Waldflächen notwendig. Wenn diese durch verschiedene Maßnahmen wie hier Sandabbau, die bereits vorhandenen Autobahnen oder auch das drohende Stromtrassenprojekt P53 weiter unterbrochen, parzelliert und zerstückelt werden, reduzieren sich diese wertvollen Leistungen und entfallen ab einem Kipppunkt sogar in Gänze. Mehr noch: abgestorbene Wälder können sogar noch zu einer CO2-Quelle statt einer CO2-Senke werden und dadurch die Klimakrise zusätzlich verschärfen. Es ist erwiesen und auch der Allgemeinheit bekannt, dass die Biodiversität vor allem im Bereich der Insekten inzwischen zu über 75 % zurückgegangen ist. Dieser Erkenntnis, diesem Wissen muss nun auch die auf der Hand liegende Konsequenz folgen, die heißt: Keine weitere Zerstörung von Lebensräumen! Das Gleiche gilt auch für viele weitere Arten der Tier- und Pflanzenwelt. All diese lokalen Effekte zahlen unwiderruflich auf das globale Konto ein. Nicht in riesigen Beträgen, aber es ist genau diese Summe von unzählig vielen kleinen Einzelfaktoren über alle Kontinente, welche riesig und entscheidend ist. Der Ausgang der Klimakrise wird in den kommenden 10 Jahren maßgeblich entschieden, daher wirken sich vor allem die in diesem Zeitraum liegenden Entscheidungen und Effekte aus, auf diese kommt es maßgeblich an. Eine dem beantragen Sandabbau folgende Renaturierung würde deutlich außerhalb dieses Zeitraums liegen und dann erst mit Jahrzehnten Verzögerung positive Auswirkungen entwickeln können. Es kann daher keine Rede von Geringfügigkeit oder verschwindenden kleinen Einflüssen sein! Der geplante Sandabbau und vor allem die dem vorausgehenden Zerstörungen von Wald, Boden und Lebensräumen stellen aus oben erläuterten Gründen ein massives und durch die Wissenschaft eindeutig belegtes Risiko für die Klimaentwicklung dar, Sie gefährden damit das verfassungsgemäß garantierte Grundrecht auf Leben und körperlicher Unversehrtheit der Menschen, vor allem aber das der heutigen Kinder, welche noch bis zu 80/90 Jahre Lebenserwartung vor sich haben und das aller kommenden Generationen. Bündnis 90 / Die Grünen Feucht lehnen daher die beantragte Maßnahme entschieden ab, die vorhandenen Naturgebiete müssen erhalten und geschützt bleiben! Unsere Mitglieder haben entsprechende Einwendungen im laufenden Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Mittelfranken unter poststelle@reg-mfr.Bayern.de eingereicht. ✃ Kennenlern-Gutschein Kommen Sie bei uns vorbei und testen Sie OticonOpn S und Oticon Ruby unverbindlich: • 360 ° Hör-Erlebnis dank patentierter Technologien • Smartes Hören mit 2,4 GHz Technologie • Modernste Akku-Technologie Feucht · Pfinzingstraße 2 · Tel. 0 91 28/72 85 31 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9.00 -18.00 Uhr Sie finden uns auch in: Wendelstein · Äußere Further Straße 1 · Tel. 0 91 29/27 82 13 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9.00 -18.00 Uhr Herpersdorf ·An der Radrunde 168 · Tel. 0 9 11/89 18 88 33 Öffnungszeiten: Mo 9.00 -13.00, Di und Do 9.00 -13.00 u. 14.00 -18.00 Uhr Neumarkt · Ringstraße 1 · Tel. 0 91 81/29 62 72 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9.00 -18.00 Uhr Hörgeräte Meck Schwabach · Ludwigstraße 12 Tel. 0 91 22/83 66 61 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9.00 -18.00 Uhr und Sa. 10.00 -13.00 Uhr www.terzo-zentrum.de Andreas Sperling MAI 2021 13

Mitteilungsblatt Wendelstein

Reichswaldblatt-Feucht

Mitteilungsblatt Nürnberg-Eibach/Röthenbach/Reichelsdorf

Mitteilungsblatt Nürnberg-Katzwang/Worzeldorf/Kornburg

Monatsblatt Heilsbronn