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Wendelstein + Schwanstetten - Januar 2019

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PARTEIEN 30 BÜNDNIS 90

PARTEIEN 30 BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Wendelstein Der neue Flächennutzungsplan – die Behandlung der Einwendungen im Gemeinderat Eine Zusammenfassung aus Sicht von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Am 13.12.2018 wurden die zahlreichen Einwendungen im Gemeinderat behandelt. Auch wenn es lange gedauert hat: Jede Einwendung wurde gewürdigt. Das war offensichtlich dem regen Interesse und den Einwendungen der Bürger geschuldet und entspricht unserer langjährigen Forderung nach Transparenz im Gemeinderat. Der Termin an sich war – sagen wir mal – suboptimal gewählt. 16.00 Uhr kann man jetzt nicht wirklich bürgerfreundlich nennen und auch aus den Reihen der Gemeinderäte fehlten anfangs neun Teilnehmer. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass Ganze sollte noch vor Weihnachten durchgepaukt werden, obwohl der Bürgermeister mehrfach betont hatte, man nehme sich alle Zeit der Welt. Vorab: Es wurden eine Menge Flächen tatsächlich wieder rausgenommen (s.u.) – das ist tatsächlich ein kleiner Erfolg, der den Einwendungen der interessierten Bürger und BÜNDNIS 90 / DIR GRÜNEN geschuldet ist – auch wenn etliche der Flächen erst bei der ersten Sitzung des Flächennutzungsplanes im letzten Jahr gegen den Rat der Planer und gegen das Ergebnis der Planungswerkstatt der Bürger hineingenommen wurden (wir berichteten). Ebenfalls vorab, weil es in der Sitzung diskutiert wurde: Ein städtebauliches Konzept, wie wir es uns gewünscht hätten, wurde vor Beauftragung eines Planungsbüros nicht erstellt. Natürlich sind im Flächennutzungsplan Ziele definiert (und es wurde auch darüber abgestimmt), aber diese Ziele wurden u. a. aus dem Baugesetzbuch sowie der Raumordnung und des Landesentwicklungsplanes der Landesregierung übernommen. Eine eigene Zielsetzung vorab fand nicht statt – das ist ein Unterschied. Statt eigener Ziele der Gemeinde, wie Ortsentwicklung, Schaffung von Grünzügen oder Erhöhung der Lebensqualität, wurde jetzt das Kriterium „Verkaufsbereitschaft“ ins Spiel gebracht. Ganz ehrlich, man kann doch eine komplexe Gemeindeentwicklung (und die planen wir ja im Flächennutzungsplan) nicht von der Verkaufsbereitschaft einzelner Grundbesitzer abhängig machen. Da gibt die Gemeinde ja endgültig und ohne Not jeglichen Handlungsspielraum her. Wie sehen die Beschlüsse im Detail aus? (ein G steht im Text für Gewerbegebiet, ein M für Mischgebiet und ein W für Wohngebiet) Wendelstein (Altort): Fangen wir mit der Gewerbefläche an, die bis in den Bannwald ragt (G1). Sie ist zwar deutlich verkleinert worden, aber es wird nach wie vor in den Bannwald eingegriffen (es wird Wald gerodet und an anderer Stelle wieder gepflanzt – nur, dass diese Bäume natürlich kleiner sind). Hinzu kommt die geplante Straße zwischen „Sperbersloher Str.“ und „Richtweg“, die ebenfalls im Plan verbleibt. Hier wird in den Stellungnahmen des Planungsbüros argumentiert, dass die geplante Straße RuheRaum für alle Stressgeplagten HYPNOSE Gewichtsreduzierung Raucherentwöhnung Entspannt zur Prüfung Termine nach Vereinbarung. Sabine Haid Querstraße 8 90530 Wendelstein Tel.: 0160 631 48 22 den Kohlschlag signifikant entlastet. Andererseits wird auch bemerkt, der Verkehr vor der KiTa, an der der Verkehr dann vorbeigeleitet wird, würde nicht merklich zunehmen. Ja was jetzt? Das widerspricht sich doch! Im Übrigen ist die Straße vor der KiTa jetzt schon zu eng, dass zwei LKW problemlos aneinander vorbeikommen. Des Weiteren wurde ein Antrag der GRÜNEN beim Gebiet südlich des Richtweg (G2) abgelehnt, das Gebiet in der Tiefe deutlich zurückzunehmen, um den Grünzug und auch darin enthaltene Ausgleichsflächen zu erhalten. Das Gebiet ist um die KiTa herum leicht verkleinert worden, aber weiterhin Bestandteil des Planes. Weiterhin enthalten ist auch noch die Bebauung des Feuchtgebietes hinter der AWO (M2), die auch Teile der SPD nicht als sinnvoll erachten. Bei der Bebauung südlich des Irrlweg ist jetzt das westliche Stück (W1) herausgenommen worden. Leider ist das östliche Stück (W2) nach wie vor Bestandteil der Planung. Wir bleiben hier bei unseren Bedenken bezüglich der Verkehrsbelastung und dem Verlust von Flächen für die Landwirtschaft. Aus unserer Sicht sollte das Gebiet ganz herausgenommen werden. Das sieht im Übrigen auch der 3. Bürgermeister Milde so. Die guten Nachrichten sind, dass die Kellerstraße (W4) sowie das alte Brauereigelände (M3) komplett aus der Planung herausgenommen wurden – wie von uns gefordert. Großschwarzenlohe: In Großschwarzenlohe sind immer noch die Flächen hinter und neben der Fa. Abraham (W1 und G1, jetzt als M1) sowie das ehemalige Hörnlein Areal (W4) in der Planung enthalten. Wir sind weiterhin der Meinung, dass hier wertvolle Flächen für die Landwirte und die Feldvögel einer Bebauung geopfert werden sollen. Das Argument, dass die Baulücke zwischen Ort und Kaufland geschlossen wird, ist schwach, weil man damit nur die alten Bausünden (Kaufland) im Nachhinein belohnt. Die Fläche am Mittel-/Ligusterweg (W2) ist glücklicherweise entfallen. Kleinschwarzenlohe: In Kleinschwarzenlohe wurde das Gebiet am östlichen Ortseingang (W1) auf grünen Antrag so verkleinert, dass der Abstand zu der dort befindlichen wertvollen Hecke zehn Meter beträgt. Entfallen ist auch das Gebiet an der Allerheiligenkirche. Das Wohngebiet nördlich von Kleinschwarzenlohe (W4), welches erst auf Betreiben der CSU Fraktion damals mit aufgenommen wurde, soll nun, nicht zuletzt wegen unserer Einwendungen, doch nicht mehr realisiert werden. In der Planung verbleibt die Fläche hinter den Supermärkten (G1, jetzt als M1), was wir weiterhin kritisch sehen - zum einen wegen der ökologischen Folgen für den benachbarten Magerrasen und zum anderen wegen der Lärmbelastung aufgrund der Autobahnnähe, die gesundes Wohnen und Arbeiten fast unmöglich macht. Herausgenommen wurde auch die Fläche südlich des Kreisels (Gem1) für die Feuerwehr. Aber diese Fläche ist damit nicht vom Tisch – für sie wird es ein gesondertes Verfahren geben, also eine Flächennutzungsplanänderung entweder des bestehende oder des zukünftigen Planes. Röthenbach: Das Gebiet in der Tiefentalstraße (W1) wurde zwar deutlich reduziert, aber das östlichste Flurstück ist nach wie vor zur Bebauung vorgesehen. Der Rest wurde mit dem Argument der Walderhaltung und des Grünzuges Schwarzachtal herausgenommen. Das gilt aber auch für die verbleibende Fläche – vermutlich hat hier die „Verkaufsbereitschaft“ den Ausschlag gegeben… Weiterhin im Plan ist die Fläche südlich des Kugelhammerweg (W3). Die Fläche ist bewaldet und ist ebenfalls ein Teil des Grünzuges Schwarzachtal. Wir meinen diese Fläche sollte erhalten bleiben. Die viel diskutierte Fläche hinter dem Friedhof (W4) ist allerdings auf unser Drängen wieder entfallen – gut so. Neuses / Raubersried / Sperberslohe: In Neuses stößt uns weiterhin die Fläche an der Römerstr. (W1) bitter auf, die den eigentlich einheitlichen Ortsrand durchbricht und weiteren Flächenausweisungen den Weg weisen könnte. Das Gebiet M2 (westlicher Ortseingang) ist entfallen. In Raubersried sind keine Flächen in der Planung. Die Fläche zwischen „Am Meiler“ und „Am Entengraben“ in Sperberslohe ist aus der Planung genommen worden. Fazit: Der Entwurf ist schon um einiges besser als der erste. Wenig überraschend sind einige der kritischsten Flächen herausgenommen wurden, da auch Landesbehörden vieles ebenso kritisch wie wir sahen. Wie oben ausgeführt, gibt es aber bei vielen verbleibenden Flächen noch Diskussionsbedarf. Aus dem Verlauf der Gemeinderatssitzung kann man entnehmen, dass BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, derzeit die einzige Kraft im Gemeinderat ist, die dem ungebremsten Flächenfraß Einhalt gebietet. Das Argument „geplant ist ja noch nicht gebaut“ ist schlicht falsch. Wir erleben es ja regelmäßig, dass das Interesse eines Investors ausreicht, damit der Gemeinderat Baurecht schafft. Wir sollten die vorhandenen Flächen, die durchaus da sind, verantwortungsvoll nutzen. Für ein lebenswertes und grünes Wendelstein! Boris Czerwenka WENDELSTEIN | GROSS - & KLEINSCHWARZENLOHE | NEUSES | RAUBERSRIED | RÖTHENBACH St.W. | SORG | SPERBERSLOHE | SCHWAND | LEERSTETTEN • JANUAR 2019

PARTEIEN SPD Wendelstein zu Gast bei den Maltesern in Wendelstein Kooperationen von Seiten der Kommunalpoltik fördern Wendelstein – Im Frühjahr 2018 starteten die Malteser mit neuer Besetzung durch. Auch deshalb besuchte die SPD-Fraktion nun den katholischen Hilfsdienst. Dabei zeigten sich die Gemeinderäte beindruckt von der ehrenamtlichen Arbeit. Die SPD will auf politischer Ebene dazu beitragen, dass die Erstversorgung bei Notfällen im Gemeindegebiet optimiert wird. Das Engagement der Malteser soll durch beste Bedingungen erleichtert werden. Andrea Ebeling, vielen bekannt durch ihre Arbeit als langjährige Elternbeirätin, berichtete von dem Wiederaufbau der Malteser-Gliederung in der Gibitzen und der bereits guten Zusammenarbeit mit dem Gymnasium und den Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Wendelstein. Ein neues Angebot mit viel Potential ist der Kulturbegleitdienst, der durch die Kleinschwarzenloherin Franziska Stengel mit viel Herzblut organisiert und unterstützt wird. Das Angebot dient der Teilhabe am öffentlichen Leben und dies über die Ortsgrenzen hinaus auch nach Schwabach oder Nürnberg. Der stellvertretende Fraktionssprecher Maximilian Frisch zeigte sich begeistert von diesem Angebot: „Ältere Bürger, die alleine nicht mehr in die Stadt fahren können, haben so die Möglichkeit, mit den ehrenamtlichen Begleitern zum Beispiel ins Theater zu gehen.“ Daneben bieten die Malteser auch Gruppenstunden für Kinder- und Jugendliche (in Kürze) oder auch eine Sitzgymnastik für Senioren an und natürlich die Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen oder Kirchweihen. Klaus Vogel, der zweite Bürgermeister, zeigt sich erfreut, dass endlich wieder Leben in dem Haus ist und die tollen Räumlichkeiten, die die Gemeinde finanziert hat auch mit Sinn und Zweck erfüllt werden. Kernaufgabe der Malteser in Wendelstein bleibt neben den Erste-Hilfe-Ausbildungskursen der so wichtige und dringlich gebrauchte Dienst der „Helfer vor Ort“. Dieser Dienst deckt die Lücke zwischen dem Eintreten eines Notfalls und dem Eintreffen des Rettungsdienstes. Aus der Bevölkerung werden immer wieder Beispiele an die Politik herangetragen, dass diese Zeitspanne zum Teil sehr lang ist. Insofern leisten die Malteser mit Unterstützung der Nürnberger Sektion unter Tim Loose einen wertvollen Beitrag zur Versorgung. Bisher „nur“ am Wochenende. „Dafür und für eine Ausweitung sind dringend weitere ehrenamtliche Helfer nötig“, sagte Jasmin Hinkel, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Malteser. Schließlich funktioniert der Dienst im Zweischichtbetrieb, d.h. allein für ein Wochenende werden acht Personen gebraucht, die jeweils zwölf Stunden diesen ehrenamtlichen Präsenzdienst von der Gibitzen aus ableisten. Die Nachfrage zeigte dann schnell, dass genau hier auch noch dringend Helfer aus dem Gemeindegebiet benötigt werden. Die SPD sieht großen Bedarf, den neu begonnenen Aufbau der Wendelsteiner Gliederung der Malteser weiter zu unterstützen. So entstand die Idee bei der Gemeinde durch einen Antrag anzuregen, dass die Kosten von Ausbildungskursen für Mitarbeiter von öffentlichen Einrichtungen im Gemeindegebiet oder von Vereinen durch die Gemeinde finanziert werden. „Wir erhoffen uns davon einen beiderseitigen Nutzen“, sagt Dr. Anja Tobermann. „Die Teilnehmer könnten Berührungsängste und Unsicherheiten bei der Erstversorgung abbauen und die Malteser könnten ihr Können und ihre Dienste vorstellen. Sie sind schließlich vor Ort. Und auch für die von der Gemeinde aufgestellten Defibrillatoren könnte eine kleine Einweisung erfolgen.“ Selbst wenn die Defibrillatoren selbsterklärend arbeiten, der Stress bei der Erstversorgung ist meistens sehr hoch und nur regelmäßige Auffrischungen im Umgang erleichtern die Abläufe im Ernstfall. Vielleicht lassen sich auf diese Weise noch mehr Menschen gewinnen, die sich ehrenamtlich zum First Responder, dem Helfer vor Ort ausbilden lassen möchten. Dies geschieht dann über eine längere Ausbildungszeit (ca. 80-100 Std). Allein seit Wiederaufnahme im März sind die Malteser bei über 200 Alarmierungen ausgerückt, um die Rettungszeit zu verkürzen und konnten bei einigen Einsätzen den Betroffenen durch rasches Eingreifen vor Schlimmerem bewahren. M. Frisch SPD Kalender 2019 Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, traditionell verteilt die SPD Fraktion im Wendelsteiner Gemeinderat zum Jahreswechsel den „Wendelsteiner Wandkalender“. Auch 2019 wird es dieses beliebte Druckerzeugnis wieder geben. Eine flächendeckende Verteilung ist nicht vorgesehen. Wir bitten Sie, wenn Sie die 37. Ausgabe möchten, direkt auf ihre SPD Gemeinderätin bzw. SPD Gemeinderat zuzugehen. Bei allen Rätinnen und Räten ist ein ausreichendes Kontingent vorhanden. Zusätzlich werden in ausgewählten Geschäften und Gastwirtschaften Exemplare ausgelegt. Unter E-Mail: info@spd-wendelstein.de ist es Ihnen auch möglich, den Kalender direkt zu bestellen. Für die SPD Fraktion Klaus Vogel SENIORENWOHNANLAGE Am Alten Bahnhof 13 und 17 in 90530 Wendelstein • Behindertengerechte Wohnungen • Bei Bedarf Pflege in der eigenen Wohnung • Pflegepersonal ist Tag und Nacht im Haus • Haustiere sind bei uns erlaubt Nähere Informationen erhalten Sie bei: VGAB Vermietungs GmbH 90530 Wendelstein, Ostring 7 Tel. 09129 / 90 80 14 www.vgab-wendelstein.de WENDELSTEIN | GROSS - & KLEINSCHWARZENLOHE | NEUSES | RAUBERSRIED | RÖTHENBACH St.W. | SORG | SPERBERSLOHE | SCHWAND | LEERSTETTEN • JANUAR 2019 31

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