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Reichswaldblatt - September 2020

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PARTEIEN Zusammenarbeit

PARTEIEN Zusammenarbeit im Mittelzentrum Voneinander lernen Feucht/Wendelstein/Schwarzenbruck - Die Freien Wähler (FW) der Gemeinden Feucht, Wendelstein und Schwarzenbruck wollen künftig enger zusammenarbeiten. Auf Einladung der Feuchter FW-Vorsitzenden Birgit Ruder trafen sich Vorstandsmitglieder der drei FW-Ortsverbände am Mittelzentrum-Stein am Alten Kanal. Dort legten Birgit Ruder, Gerhard Meyer aus Wendelstein und Alfred Merten aus Schwarzenbruck drei bemalte „FrankenStones“ nieder und ergänzten die Steinschlange, die sich dort befindet. Das Mittelzentrum, das die drei Gemeinden vereint, war dann auch das erste Thema des Treffens im Brückkanal-Biergarten. Einhellige Meinung: Hier gibt es eigentlich nichts zu verbessern, die drei Gemeinden haben alles, was sie brauchen. Kritisiert haben die FW‘ler allerdings, dass das Feuchter Freibad, das allen drei Gemeinden dient, noch immer geschlossen ist, während alle anderen Bäder in der Region längst offen haben. Die Freien Wähler der drei Ortsverbände wollen voneinander lernen. So stieß die „Wendelstein Immobilien Bau- und Service GmbH“ (WIBS) auf Interesse vor allem bei den Feuchtern. Die WIBS ist eine Ausgründung aus der Gemeinde, was sich auch daran zeigt, dass der Wendelsteiner Kämmerer Geschäftsführer ist, Generalbevollmächtigter ist Wendelsteins Zweiter Bürgermeister Willibald Milde. Gebaut hat die WIBS ein Pflegeheim mit 48 Plätzen, eine Tagespflege mit zwölf Plätzen und eine Seniorenbegegnungsstätte, die allesamt von der Diakonie Wendelstein gemietet wurden. Neben dem Pflegeheim baute die WIBS eine Wohnanlage für betreutes Wohnen mit 50 Wohneinheiten. Die WIBS baut v.l.: G.Meyer, H.Fleischmann, Dr.J.Ruhtrof, B.Ruder, A.Merten wahrscheinlich künftig auch günstige Wohnungen. In Zeiten klammer öffentlicher Kassen könne dieses Modell als Beispiel dienen, erklärte Birgit Ruder. Schwarzenbrucks Freie Wähler interessieren sich besonders für den Generationenpark in Wendelstein. In der jüngsten Vorstandssitzung hatte ein Freier Wähler einen „Senioren-Spielplatz“ vorgeschlagen. So etwas ähnliches ist der Generationenpark. Ein Thema war auch die neue Stromtrasse P 53. Hier hoffen die Freien Wähler, dass die neue Trasse überhaupt nicht mehr notwendig ist, weil genug Energie dezentral erzeugt wird. Die Freien Wähler möchten gemeinsam das Gewölbe unter dem Brückkanal besichtigen. Dafür zuständig ist das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg, mit dem die FW deswegen Kontakt aufnehmen müssen. Die Freien Wähler der drei Ortsverbände denken auch daran, gemeinsam größere Fahrten zu unternehmen. Als Ziele vorgeschlagen wurden Prag, Dresden, Hamburg oder Frankfurt. Birgit Ruder FEUCHT Repair Cafe Feucht ist wieder gestartet Auch am Repair-Cafe in Feucht geht Corona nicht spurlos vorbei. Nachdem es einige Monate nicht öffnen konnte, unternimmt das Team um Erwin Wenzel nun die ersten vorsichtigen Schritte unter den aktuellen Rahmenbedingungen für einen Neustart. Im August fand nun zum zweiten Mal in „Corona-Zeiten“ am dritten Samstag des Monats das Repair-Cafe in den Räumen der ehemaligen AWO in der Hauptstraße statt. Abstands- und Hygieneregeln wurden vorbildlich eingehalten, und der Empfang und die Datenerfassung fanden vor dem Eingang statt, um im Inneren Platz für gleichzeitig fünf Reparaturplätze zu schaffen. Denn nach dem „Standortspezifischen Schutz- und Hygienekonzept“ dürfen aktuell nur max. 10 Personen im Raum sein. Trotz der damit eingeschränkten Helferzahl konnte eine erfolgreiche Bilanz gezogen werden: 14 Reparaturen wurden angenommen, bei denen das Team vor Ort zur Hälfte sofort erfolgreich war. Zwei sind noch in Bearbeitung, fünf waren defekt und nicht mehr zu reparieren. Im nächsten Monat findet das Repair-Cafe am 19. September wie gewohnt von 14.00 bis 16.00 Uhr in der Hauptstraße 40 statt. Die Reparateure freuen sich schon auf neue interessante Herausforderungen und zahlreiche Besucher. Text und Foto: Herbert Bauer Wurm Dr. Mitzel R e c h t s a n w ä l t e Fachanwalt für Arbeitsrecht Partnerschaftsgesellschaft Neunkirchen a. S. Brückenstraße 27 Tel: (09153) 92 53 75 Tel: (09128) 911 87 60 Mail: ra@mitzel-wurm.com www.mitzel-wurm.com Zweigstelle Feucht -barrierefrei- Hauptstraße 55 Termine nach Vereinbarung (auch samstags) Arbeitsrecht Erbrecht Familienrecht Handelsrecht Insolvenzrecht Miet- & Pachtrecht Strafrecht & Owi Verkehrsrecht 24 SEPTEMBER 2020

FEUCHT Bund Naturschutz in Bayern e.V. BUND-Naturschutz in Feucht zur Planung der Stromtrasse Durch mehrere Infoveranstaltungen und Artikel wurde in den vergangenen Wochen versucht, die Feuchter Bürger auf die teils gravierenden Folgen des Stromtrassen-neubaus der P53 Juraleitung aufmerksam zu machen. Unser Leitgedanke ist, dass die geplante Stromtrasse durch eine Energiewende hin zu erneuerbaren, dezentralen Stromproduzenten überflüssig werden soll. Die Bundesregierung weigert sich leider bisher, moderne dezentrale Konzepte in die Gesetzgebung zur Netzplanung in ausreichender Weise aufzunehmen. Auch die Bayerische Landesregierung ist gefordert, die dezentrale Energieversorgung zu stärken und nicht durch die unsinnige 10H-Regelung die Windkraft in Bayern abzuwürgen. Als BN-Ortsgruppe stehen wir mit diesen Forderungen im landesweiten Schulterschluss mit vielen anderen Ortsgruppen und werden durch den BN-Landesverband und den BUND auf Bundesebene unterstützt. Wenn der Neubau der Höchststromtrasse unvermeidbar ist, muss der Reichswald als Bannwald und Vogelschutzgebiet umgangen werden. Uns ist bewusst, dass ein Neubau der Trasse außerhalb des 2km-Korridors zur bestehenden Stromtrasse mit größerem Planungsaufwand verbunden ist, weil es sich dann um eine Neuplanung statt um einen Ersatzneubau handeln wird. Aber das muss uns der Reichswald wert sein! Schließlich hat unser Bannwald durch den menschenverursachten Klimawandel mit Trockenheit und Hitzestress sowie Käferplagen ohnehin schwer zu kämpfen. Der Wald darf nicht noch zusätzlich durch breite, viele Kilometer lange Schneisen beeinträchtigt werden. Ein Umbau zu einem Mischwald muss das Gebot der Stunde sein und nicht die Rodung von Schneisen in großem Stil, die dem Windbruch Angriffsflächen bieten und neue anfällige Waldränder schaffen. Da das Umspannwerk Ludersheim ohnehin an anderer, bisher allerdings benachbarter Stelle, neu gebaut werden soll, könnte der Reichswald umgangen werden. Würde nämlich das neu zu bauende Umspannwerk nicht wieder in Ludersheim, sondern entlang der bestehenden Trasse nach Süden verschoben, könnte die neue Höchststromtrasse P53 auf direktem Weg über weniger kritische Flächen wie Wiesen und Äcker geführt werden. Dadurch wäre der Reichswald als Vogelschutzgebiet und Bannwald geschützt. Spende für das Tierheim Feucht Nachdem sie bereits vor zwei Jahren durch den Verkauf selbstgemachter Marmelade Geld für das Tierheim Feucht gesammelt hatten, kam den Schülerinnen Selina und Meike aus Feucht gleich zu Beginn der Sommerferien eine neue Idee. Die Sechstklässlerinnen bastelten Papierherzen und schrieben motivierende Sprüche auf verzierte Papiere. Mit einem Korb voller Basteleien ging es in die Nachbarschaft, um auch in diesem Jahr wieder Geld zu sammeln. Innerhalb kürzester Zeit kamen so durch die großzügige Spendenbereitschaft der Anwohner 150,- € zusammen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass den Menschen unsere Kreationen gefallen haben und sie diese so zahlreich abgekauft haben. Nochmals vielen Dank.“ Am Samstag, 1.8.2020 kamen die beiden dann zum Tierheim Feucht, um das Geld für die Pflege der Tiere zu spenden. Stellvertretende Leiterin Fr. Teufel nahm den Betrag erfreut und dankend entgegen. „Jeder Euro zählt, das war eine großartige Überraschung durch die Initiative der beiden Mädchen. Vielen Dank an Euch und an die vielen Menschen, die durch ihre Spende nun Freude an Euren Handwerksprodukten haben.“ Zur Belohnung gab es eine kleine Führung über das Gelände des Tierheims. Marcus J. Haase Schokoladen – Feucht Elektrofachgeschäft + Kundendienst Georg-Hoffmann-Straße 11 Mo + Sa. 9-14, Di. - Fr.14-18 Uhr Tel. 09128-72 66 77 Bereits vor einem Jahr hat unsere BN-Ortsgruppe eine mehrseitige Stellungnahme formuliert, die über den Regionalreferenten Tom Konopka offiziell an TenneT geleitet wurde. Darin sind die von sämtlichen Trassen-Vorschlägen um Feucht betroffenen Schutzgüter aufgelistet. Wir haben sichergestellt, dass die Höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung der Oberpfalz (sie begleitet das gesamte Projekt naturschutzfachlich) u.a. auch Kenntnis von den besonders schützenswerten Reptilien- und Amphibienvorkommen (z.B. Feuersalamander am Hubertusbrunnen) erhalten hat. Dadurch sollten die Trassenvarianten quer durch den Reichswald hoffentlich verhindert werden. Die BN-Ortsgruppe freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neu gegründeten BI „Rettet den Reichswald, stoppt die Stromtrasse“. Wir, als betroffene Bürgerinnen und Bürger sind in diesem Anliegen viel schlagkräftiger, wenn sich, wie nun geschehen, eine BI aus der Mitte der Feuchter Bürger bildet und sich dann Verbände, Vereine, Kirchengemeinden und Parteien als Unterstützer anschließen. Dies haben wir aus den Erfahrungen im erfolgreichen Kampf um den Wald an der Moser-Brücke und von der BI Pro Grün gelernt. Sophie Wurm SEPTEMBER 2020 25

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