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Reichswaldblatt-Feucht November 2018

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PARTEIEN Nachlese zur

PARTEIEN Nachlese zur Landtags- und Bezirkstagswahl in Feucht: Die politische Mitte bleibt stabil Die CSU Feucht kann mit ihrem Wahlergebnis durchaus zufrieden sein. Selbst unter schwierigen Umständen ist es gelungen, einen wesentlichen Beitrag zur politischen Mitte zu leisten. Der zunächst relativ aussichtslose Kandidat für die Landtagswahl (Platz 24) auf der mittelfränkischen Liste, Alexander Hommel, konnte sich auf Platz 16 emporarbeiten und erzielte so einen beeindruckenden Achtungserfolg. Im Wahlkampfgetümmel wirkte da schon die Ansicht eines Mandatsträgers der SPD befremdlich, jeder Wähler von Alexander Hommel verschenke die volle Bedeutung der Zweitstimme, da Hommel als nur Listenkandidat keine Chance habe und ohnedies sein Bekanntheitsgrad sehr begrenzt sei. Ärgerlich für die SPD, dass Hommel (allein Stimmen aus Feucht über 1000) seinen Bekanntheitsgrad sicherlich erheblich steigern konnte. Das miserable Wahlergebnis der bayerischen SPD muss schon manchen traurig stimmen, hatten doch die Sozialdemokraten im Bundestag Sozialgesetze in Serienproduktion durchgebracht, bisher wohl immer ein vermuteter Garant für Wahlerfolge. Die Verzweiflung bereits vor und dann erst recht nach der Wahl ist nachvollziehbar. Vielleicht beginnt aber eine materiell gesättigte Gesellschaft doch einmal darüber nachdenken, ob ausschließlich das großzügige Füllhorn von Sozialleistungen einziger Kitt für den Zusammenhalt einer Gesellschaft ist. Besonders dann, wenn manche sozialen Vorhaben auf das Konto der jungen Generation gehen. Trotz AfD konnte die CSU in Feucht das Ergebnis des Direktkandidaten Markus Söder (42,51 %) im Vergleich zu seinem Vorgänger Hermann Imhof (2013: 40,29 %) verbessern, während sich die SPD Kandidatin Kerstin Gardill mit 13,4 % zufriedengeben musste und so das Landtagswahlergebnis 2013 der SPD praktisch halbierte. Das Wahlergebnis von Markus Söder liegt übrigens über dem Landesdurchschnitt seiner Partei. Und bei den Zweitstimmen liegt die CSU in Feucht mit 38,56 % (minus 3,9 % zu 2013) erstmals über dem bayernweiten Ergebnis der CSU – durchaus Lichtblick und Auftrag für die Zukunft. Axel-Wolfgang Schmidt ASB-Kindertagesstätte im Plan Mitglieder der Gemeinderatsfraktion der SPD Feucht informierten sich auf der Baustelle über den Fortgang der Arbeiten am Bau der Kindertagesstätte in der Sternstraße, die vom Arbeitersamariterbund Nürnberger Land (ASB) betrieben werden wird. Auskünfte gaben ihnen Tino Städtler, der Geschäftsführer des ASB, seine Mitarbeiterin Karin Falk, der planende Architekt Reinhard Graf, sein Mitarbeiter und Bauleiter Johannes Meier sowie für den Bauherrn Markt Feucht der Leiter des Feuchter Bauamtes, Andreas Brandmann. Am Anfang standen mehrere erfreuliche Feststellungen: Bauherr, Planer und künftiger Betreiber arbeiten intensiv und erfolgreich in guter Atmosphäre zusammen. Am Bau beteiligte Firmen haben bekundet, gerne auf der Baustelle zu arbeiten. Der Bau liegt derzeit im Bauzeitenplan, nicht zuletzt ein Verdienst der zuverlässig arbeitenden Firma O. Lux aus Roth, die mit den Holzbauarbeiten beauftragt ist. Beim Gang über die Baustelle wird die Erwartung nachvollziehbar, dass es für die künftigen Nutzer dieser Kindertagesstätte eine Freude sein wird, in dieser Einrichtung und ihrer Umgebung betreut zu werden und heranwachsen zu können. Betreiber und Planer haben sich viele Gedanken gemacht, damit sich die Kinder vom Krippen- über das Kindergarten- bis zum Hortalter wie in einer „Kinderstadt“ fühlen werden, wo sie ihrer Entwicklung gemäß von Stufe zu Stufe voranschreiten. Die Skepsis, dass die Bauweise, für jedes Alter ein eigenes Haus zu bauen, die Kosten in die Höhe treibe, entkräftete Andreas Brandmann mit dem Hinweis, dass diese Bauweise nicht teurer komme, insbesondere weil z. B. weniger Verkehrsflächen wie Flure entfallen und kein Gebäude unterkellert sei. Als beeindruckend trotz der vielen Gerüststangen, die noch herumstehen, erweist sich schon jetzt der mit einer durchbrochenen Holzdecke überdachte freie Platz zwischen den einzelnen Häusern. Diese Fläche und der so entstandene Raum werden sicher besondere Erlebnisse und Erfahrungen ermöglichen. Die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion nahmen die Informationen und Eindrücke zufrieden auf. Sie sahen sich in ihrer Entscheidung bestätigt, sich für den ASB als Betriebsträger zu entscheiden und waren sich einig, dass der Markt Feucht mit dieser Kindertagesstätte ein weiteres Mal Eltern und Kindern ein ansprechendes Angebot macht, Gemeinschaft mit Gleichaltrigen gut betreut zu erleben und in ihrer Entwicklung gefördert zu werden. Inge Jabs Gardinen-Waschservice Ihr Partner vor Ort Nutzen Sie unseren Gardinen- Waschservice: Vorhänge abnehmen, waschen und wieder dekorieren – alles an einem Tag. 26 FEUCHT | MOOSBACH | SCHWARZENBRUCK | GSTEINACH | OCHENBRUCK | WINKELHAID | PENZENHOFEN | ALTDORF | BURGTHANN | RÖTHENBACH ST. WOLFG. • NOVEMBER 2018

PARTEIEN Besuch bei Kempa-Etiketten Die Landtagskandidaten Kerstin Gardill und Marcel Schneider besuchten mit Mitgliedern des SPD-Fraktion die Firma Dieter Kempa Etiketten GmbH. Ralf Kempa, der aus seiner Mitgliedschaft in der SPD noch nie ein Geheimnis gemacht hat, ist ein erfolgreicher Unternehmer in Feucht. Etiketten in hoher Qualität, auch auf ungewöhnlichen Materialien wie Samt, Baumwollstoff oder FSC-zertifiziertem Holz gehören zu der Produktpalette des Betriebs. Bei allem ist die Ökologie in der Produktion von großer Bedeutung. Ökostrom der Feuchter Gemeindewerke, Ökogas und eine Entsorgung der Produktionsabfälle als Wertstoffe sind für ihn von großer Bedeutung. Nach einer Besichtigung des Betriebs kam es zu einem regen Gedankenaustausch. Themen waren u. a. die Beschäftigungslage, der Mindestlohn und der Umweltschutz. Die Firma bietet 29 Arbeitsplätze, an denen zum größten Teil Bürgerinnen und Bürger aus Feucht arbeiten. Für die Gemeinde sehr erfreulich ist, dass sechs der männlichen Mitarbeiter in der Moosbacher Freiwilligen Feuerwehr engagiert sind und ihr Arbeitgeber sie während der Arbeitszeit zu Einsätzen ausrücken lässt. Die SPD-Gemeinderatsmitglieder würdigten diese Einstellung der beiden Geschäftsführer, die beide jahrelang Funktionen im Feuerwehrverein innehatten. Der Mindestlohn spielt für die besuchte Firma insoweit keine Rolle, als sie ihren Beschäftigten einen deutlich höheren Stundenlohn bezahlt. Für Marcel Schneider, der Inhaber zweier Friseursalons ist, war dies keine Überraschung, weil es auch seiner Einstellung entspricht. Die Besuchergruppe sah in der Firma Kempa ein weiteres Beispiel dafür, dass sich soziale Marktwirtschaft und wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschließen, sondern dass eine soziale Führung eines Unternehmens zu dessen Erfolg beiträgt. Ein Gesprächsthema war auch die Situation in der Bundespartei und die letzten Entwicklungen in Berlin. Ralf Kempa war darüber nicht glücklich. Aber die bayerische Landesvorsitzende Natascha Kohnen hat ihn mit ihrer klaren v.l.: Ernst Klier, Lothar Trapp, Marcel Schneider, Dieter Kempa, Kerstin Gardill, Inge Jabs und eindeutigen Haltung wieder aufgebaut. Die schlechten Umfragewerte der BayernSPD habe die bayerische SPD nicht verdient, ist seine Überzeugung, da wird die SPD für etwas abgestraft, für das sie nicht verantwortlich ist. Kerstin Gardill konnte von vielen positiven Erlebnissen bei ihrer Tür-zu-Tür- Aktion berichten, die die schlechten Umfragewerte in Frage stellen, denkt sie. Markus Söder hat sich jeder öffentlichen politischen Diskussion mit ihr verweigert, obwohl sie im gleichen Stimmkreis als Direktkandidaten kandidieren. Er schickte immer irgendwelche Vertreter. Hannes Schönfelder / Lothar Trapp Landtagswahl und Kommunales Die Ergebnisse der Landtagswahl und Aktuelles aus der Kommunalpolitik standen auf dem Programm der letzten Versammlung der AG 60 plus der SPD Feucht. Das miserable Abschneiden der SPD landesweit und auch in Feucht war sicher zum Teil im Verhalten der Berliner Regierung bei den Streitereien um die Asylpolitik, im Fall Maaßen und beim Vorgehen zu den Dieselabgas- Manipulationen begründet. Aber auch die Auswahl der Themen der SPD in Bayern stieß auf Kritik. Das Thema Mietenwucher, bezahlbares Wohnen und die Lösungen der SPD dazu kamen nicht so wie erhofft ins Bewusstsein der Wähler. Themen wie kostenfreie Kitaplätze und „Gute Arbeit“ beeinflussten das Wahlverhalten nicht so wie gedacht. Am mangelnden Engagement von Natascha Kohnen und der Wahlhelfer vor Ort lag es sicher nicht. Der Fraktionsvorsitzende Lothar Trapp stellte die aktuellen Entscheidungen und Diskussionen zur Feuchter Kommunalpolitik vor, unter anderem die Überlegungen der Fraktion zum Flächennutzungsplan. Die vorgesehene Bebauungsmöglichkeit am Josef-Schlosser-Weg soll einen größeren Abstand zur Autobahn halten. Die Nutzung von vorhandenen Bauflächen muss Vorrang haben vor der Neuausweisung von Bauland, war man sich einig. Aber Nachverdichtung dürfe nicht dazu führen, dass die Wohngebiete komplett ihren Charakter verlieren. Dass das bisher als Gewerbegebiet ausgewiesene Areal östlich der Rewe auf Betreiben der SPD Mischgebiet werden soll - mit einem Hotel und Wohnbebauung - wurde begrüßt. Auch die Entscheidung, das Gelände zwischen Försterweg und Freibad nur geschlossen neu zu überplanen und keine Rosinenpickerei zu Gunsten eines Eigentümers und eines Investors vorzunehmen, stieß auf Zustimmung. Ebenso stellte der Fraktionsvorsitzende die Planungen für die Kindertagesstätten, die Sanierung des Alten Friedhofs und die Umgestaltung des Gauchsbachtals zwischen Talstraße und Zeidlersiedlung vor. Viele kleine Maßnahmen, die noch in diesem und im nächsten Jahr durchgeführt werden, um die Bushaltestellen und Kreuzungen barrierefrei zu machen, gehen zum Teil auf Anträge der SPD Fraktion zurück. Inge Jabs Besuchen Sie uns am Zeidlermarkt Trendige neue Herbstfarben! NOVEMBER 2018 • FEUCHT | MOOSBACH | SCHWARZENBRUCK | GSTEINACH | OCHENBRUCK | WINKELHAID | PENZENHOFEN | ALTDORF | BURGTHANN | RÖTHENBACH ST. WOLFG. 27

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