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Reichswaldblatt-Feucht November 2018

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AUS DEM FEUCHTER RATHAUS

AUS DEM FEUCHTER RATHAUS Ein voller Erfolg – Bayerisch-fränkischer Kulturabend Im Rahmen des Kulturkreises fand der bayerisch-fränkische Kulturabend mit Gästen aus Bayern und Franken statt. Gesungen und getanzt wurde unter dem Motto „Wir feiern Bayern“ mit den zwei Jubiläen 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassungsstaat. Geladen hatten die „Namenlosen“ mit Hauptorganisator Thomas Schneele eine Vielzahl von Musik-, Tanz- und Trachtengruppen aus Franken und Bayern. Steffi Zachmeier, Anita Lucha- Hiptmair, die Teisendorfer Geigenmusi, der Heimat- und Volkstrachtenverein Behringersdorf, der Zeidler- und Volkstrachtenverein Feucht, Bixn und Boxn und die Geschwister Graf brachten Stimmung in die Reichswaldhalle. Äußerst abwechslungsreich wurde mit traditionellem Reigen durch die Akteure und Gäste der Abend eröffnet. Ob Dreher, Walzer, Schuhplattler, Bayern- und Frankenhymne oder Geschichten rechts und links des Weißwurstäquators: Alle Gäste hatten Spaß beim „Middoun“ oder Zuschauen. Die letzten Gäste verließen erst kurz vor Mitternacht den Saal. Abgerundet wurde der Abend mit Brotzeit und Bratwürsten des Partyservice Bogner. 60 Jahre Eheglück feierte das Ehepaar Kroll Im goldenen Oktober feierten Gerhard und Margarete Kroll ihre Diamantene Hochzeit. Zu diesem Anlass überbrachte Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht Mitte Oktober die allerherzlichsten Glückwünsche und ein Präsent. Dem Jubelpaar wünschte er vor allem viele glückliche, gesunde, gemeinsame Jahre. Gerhard Kroll ist in Hamburg geboren und in jungen Jahren nach Hollfeld in die Fränkische Schweiz gezogen, wo er bei der Post eine Ausbildung begann. Margarete Kroll ist in Hollfeld geboren und in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen. Dort musste sie als eines von zehn Kindern im elterlichen Betrieb mit anpacken. In ihrer Jugend waren beide in Hollfeld im Kirchenverein aktiv, da war es kein Wunder, dass sie sich in der Kirchenjugend bei Tanz und im Gesangverein näherkamen. So wurde in Hollfeld geheiratet und im elterlichen Haus gefeiert. Im Juli 1978 zog das Jubelpaar nach Feucht. In Feucht waren beide viele Jahre bei der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) ehrenamtlich engagiert. Gerhard und Margarete Kroll haben vier Kinder und drei Enkelkinder. Ihren Ehrentag verbrachten sie feierlich im Kreise ihrer Familie und mit einer kirchlichen Zeremonie, wie vor 60 Jahren. 18 „Allmächt! Des woar doch erst!“ Humoriger Rückblick mit Egon Helmhagen Der Einladung des Kulturkreises des Marktes Feucht folgte Conférencier, Humorist, Sänger, Alleinunterhalter und fränkischer Mundartdichter Egon Helmhagen im Oktober ins Zeidlerschloss. Nach dem Motto „Als der Glubb noch Meister war“, „Wasd nuch, wie schei des woar“ und „auf den ältesten Bildern sieht man am jüngsten aus“ sang, reimte und sinnierte Helmhagen von früheren Zeiten, als man noch sportlich war und die „Huusn nuch ned zu eng“. Frängisch is eben schee und Frängisch darf nicht aussterben. Vom Säugling auf dem Eisbärfell und vom Buam zum Saubuam nahm er die Zuhörer mit auf die Reise durch die Vergangenheit und unter viel Gelächter und Schmunzeln erkannten sich alle Gäste in der einen oder anderen Situation wieder. Damals war man noch selbst am eigenen Unheil schuld, auch wenn der beste Freund der Verursacher war. Als Mutprobe wurden Käfer gegessen, obwohl keine Dschungelcamp-Kameras mitliefen. Die Erziehung fußte noch auf einem Mix aus Schlägen und Ratschlägen. Als der erste Fernseher kam, bildete sich aus dem Kreis der Familie ein Halbkreis. Beim Wirtschaftswunder überrollte auch Franken erst die Fress- und dann die Reisewelle. Mit Vespa und Messerschmitt-Kabinenroller ging es nach Bella Italia. Von der Arbeit, die das Leben süß machen sollte, bekam man wohl im Alter „Zucker“. Egon Helmhagen konnte auch mit Heimvorteil und witzig eingebauten Anekdoten aus und um Feucht punkten, da seine Gattin eine ehemalige Feuchterin ist. Er brilliert mit Witz, Charme, feinen Weisheiten und dem Resümee: Der Zug der Zeit hat keine Verspätung, also genießen wir das Leben. Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht dankte nach nicht enden wollendem Applaus und den Zugaben mit den Worten „Allmächd, des woars scho wieder!“ Der unbeschwerte Abend war wie im Flug vergangen. FEUCHT | MOOSBACH | SCHWARZENBRUCK | GSTEINACH | OCHENBRUCK | WINKELHAID | PENZENHOFEN | ALTDORF | BURGTHANN | RÖTHENBACH ST. WOLFG. • NOVEMBER 2018

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