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Gibitz 25 Jahre Wendelstein

Aus dem

Aus dem Gibitz 2 1997 Schule - NuII Bock GEDANKEN ZUM BERUFSPRAKTIKUM DER 8. KLASSE Es soll tatsächlich Kinder geben, die in den ersten Wochen ihres langen Schullebens auch sonntags gestiefelt und gespornt vor ihren Eltern stehen und darauf warten, in die Schule gebracht zu werden. Welch große Enttäuschung, wenn sie zuhause bleiben dürfen! Im Laufe der Zeit ändert sich die Wunschrichtung ziemlich: wenn doch nur Sonntag wäre! jammert es morgens unter so mancher Bettdecke, wenn der rasselnde Wecker zur Pflicht ruft. Immer deutlicher erleben die Heranwach senden Schule als Einschränkung, als Zumutung, als lästiges Übel. Besonders in den Jahren um 14 herum wird der Drang nach Freiheit, Unabhängig keit, Selbstbestimmung, nach dem wirklichen Leben draußen existentiell. Lernen, wozu? Brauch ich doch alles nicht! Ein Einblick ins Berufsleben hat in dieser Situation schon manch einem geholfen, auf den Boden der Realität zurückzufinden. Vor dem Eintritt in die Oberstufe werden die Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse deshalb Gelegenheit bekommen, den Berufsalltag, Ausbildungsvoraussetzungen, Ausbildungswege und Einstiegschancen näher kennenzulernen, indem sie ein bis zwei Wochen in einem Betrieb nach eigener Wahl „mitarbeiten“. Lassen wir uns überraschen, wie sie zurückkommen! Sabine Zäpfel 38 Jahre

AUSZÜGE AUS PRAKTIKUMSBE RICHTEN EHEMALIGER SCHÜLER: „Das Praktikum war für mich sehr informativ und lehrreich; ich habe sehr viel mitmachen und erfahren können. Dabei habe ich auch mal gemerkt, wie anstrengend das Berufsleben sein kann!“ Dorothea im Krankenhaus, später Abitur, Praktikum in Südafrika, Ausbildung zur Krankenschwester ,,Man lernt dabei einen Beruf kennen, unter dem man sich bisher vielleicht überhaupt nichts vorstellen konnte.“ Iris im Altenpflegeheim, später Abitur, Studium „Man lernt die Wirklichkeit eines Berufes kennen. Wenn so ein Praktikum nicht wäre, würde man sein ganzes Schulleben mit Illusionen über einen Beruf verbringen, und plötzlich steht man in dem Beruf, den man sich immer erträumte und merkt, dass er einem nicht gefällt.....Man sieht, wie hart und anstrengend die Arbeit sein kann.“ Sonja im Designerstudio, später Abitur, Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin ,,Ich habe mir den Nürnberger Flugdienst ausgesucht. Die Tage dort waren sehr interessant und haben mir einen guten Einblick verschafft in den Ablauf eines Flugbetriebs. Vor dem „Ernst des Lebens“ ist mir nun gar nicht mehr bang, aber ich habe auch erfahren, wie wichtig eine gute Ausbildung ist. Ich werde in der Oberstufe noch einiges zu lernen haben, aber ich weiß jetzt auch wofür.“ Kai beim NFD, später Maschinenbauerlehre ,,Ich habe mir das Hotel nicht so furchtbar ordentlich und piekfein vor gestellt und war deshalb etwas verdutzt, weil man alles, selbst die Kleinigkeiten, wie z.B. Schuhe unbedingt beachten musste; sonst durfte man nicht ins Restaurant...Also, ich habe nicht gewusst, dass Gäste solche Ansprüche stellen! Und ich musste immer freundlich, höflich und gutgelaunt sein, musste drei Teller mit der linken Hand tragen, immer „ja, kommt sofort“ sagen, gerade laufen usw. Aber es war trotzdem echt schön. Irgendwie hat es furchtbar Spaß gemacht, so mit Tablett im Hotel rumzustiefeln und so zu tun, als wäre man schon 100 Jahre dort!“ Sylvia im Hotel, später Abitur, Ausbildung zur Hebamme 39 Jahre

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