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Gibitz 25 Jahre Wendelstein

ABI 2006

ABI 2006 Jahres nicht erreicht. Als Lehrer möchten wir hier weniger „Be-Lehrer“ sein, sondern mehr Gestalter von Begegnungen mit der Welt, „Mit-Teiler“ von Erfahrungen, die zu machen sind und gemacht werden können. Das zweite Element war, dass wir Rudolf Steiners Gedanken der Waldorfschule als einer „wahren Arbeitsschule“ (Steiner R., GA 304, Vortrag vom 11.11. 1921. in: Ausführungen R. Steiners zum Verständnis des dritten Jahrsiebts, Stuttg. 1982, Band I, S.11) gerade in dieser 13 Klasse konsequent umsetzten. Als „Weggeleit“ in das Leben wählten wir darum einen Gedanken, der im „Propheten“ des libanesischen Schriftstellers Kahlil Gibran steht: (Aus, „Von der Arbeit“) Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt, lasst besser eure Arbeit und setzt euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen die mit Freude arbeiten … An das sechste Abitur erinnerten wir uns am 1. 7. 2007. Erstmalig konnten wir Abiturzeugnisse mit Portfolios überreichen. Die außerunterrichtlichen Tätigkeiten und das große Engagement innerhalb der Schule konnten so gewürdigt werden. Den Vorschlag, solch eine Übersicht dem Abitur beizugeben, stammte von Herrn Landgraf, dem Kollegstufenbetreuer des Gymnasiums Stein, wo das seit Jahren so gehandhabt wurde. Viele der diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten hatten die Freiräume, die eine Waldorfschule als „Freie Schule“ bietet genutzt, im Orchester, als Klassensprecher, in der SMV oder als Schülerzeitungsredakteure. Sie legten sich nicht auf die „Faule Haut“, sondern verbanden sich mit Dingen, mit denen sie sich verbinden wollten. Die „Freiheit“ einer „Freien Waldorfschule“ hat nämlich immer eine „Rückseite“ und die heißt „Verantwortung“ und zwar persönliche Verantwortung. Den jungen Menschen gaben wir aus diesem Grunde Gedanken 22 Jahre von Martin Buber aus seinen „Reden über Erziehung“ mit. Buber schreibt mit Blick auf Freiheit und Bindung (Buber M.; Reden über Erziehung, 19867, Heidelberg, S.28) „Von einer Bindung frei werden ist ein Schicksal; das trägt man wie ein Kreuz, nicht wie eine Kokarde. Vergegenwärtigen wir uns, was es in seiner Wahrheit bedeutet, von einer Bindung frei werden: es bedeutet, dass an die Stelle einer mit vielen Geschlechtern geteilten Verantwortung die ganz persönliche tritt. Leben aus der Freiheit ist personhafte Verantwortung oder es ist eine pathetische Posse“. Diese „personhafte Verantwortung„ ist es ja, worum wir uns als Lehrer immer zu bemühen haben. Mit dem siebten Abitur - im Jahr 2008, hatte sich dann das „erste Jahrsiebt „der Abiturprüfungen vollendet. Als Motto über dieses Arbeitsjahr hatte ich einen Text zu Licht und Wärme gestellt Motto: Die Lichtflamme von oben antwortet der Wärmeflamme von unten... Die Erwärmung ist unsere Sache, die Erleuchtung ist dann die Antwort des Himmels. Emil Bock; Pfingsten - das Zukunftsfest

In diesen 7 Jahren haben wir immer wieder die große Verschiedenheit unserer Abiturklasse erfahren und so trug auch dieser Jahrgang eine ganz bestimmte Signatur. Ein Notendurchschnitt von 1,0 bei einer Abiturientin stand auf der einen Seite, auf der anderen war es leider vier Schülerinnen und Schülern nicht gelungen, die schriftlichen Ergebnisse durch mündliche Prüfungen so zu verbessern, dass das Abitur bestanden werden konnte. Gerade dieser Jahrgang forderte von uns eine ganz besondere pädagogische und inhaltliche Leistung. Er forderte ein fortwährendes Bemühen um Aktivierung, Klärung, Erwärmung, verbunden mit einer besonderen Sorge um die Nachhaltigkeit und die Verbindlichkeit der Aussagen von der Lehrerseite aus. In den Fremdsprachen sahen wir, wie Begeisterung und Wärme überspringen kann auf einen Kurs und sich so Früchte auch in Zahlen und Punkten ergeben. Ein Abitur an der Waldorfschule, das ein Oberstufenkollegium für die Schule als Ganze leistet, lebt neben dem Einsatz der Schülerinnen und Schüler wesentlich von der Wärme und Begeisterung, ja von der Liebe zur pädagogischen Arbeit, die eine Lehrerschaft in ihr Tun einbringen kann. Hierzu sind Grundlagen aus der Mittelstufe notwendig auf die wir aufzubauen haben, die man als Oberstufenkollegium, helfend kollegial, im Blick haben sollte. Wir griffen gerade für diesen Jahrgang, noch einmal das Motiv der „menschlichen Arbeit“ auf, wie man es bei Khalil Gibran in seinem Büchlein der „Prophet“ findet.: „Es ist euch immer gesagt worden, Arbeit sei ein Fluch und Mühsal, ein Unglück. Aber ich sage euch, wenn ihr arbeitet, erfüllt ihr einen Teil des umfassenden Traums der Erde, der euch bei der Geburt dieses Traums zugeteilt wurde. Es ist euch gesagt worden, das Leben sei Dunkelheit, und in eurer Erschöpfung gebt ihr wieder, was die Erschöpften sagen. Und ich sage, das Leben ist in der Tat Dunkelheit, wenn der Trieb fehlt, Und aller Trieb ist blind, wenn das Wissen fehlt. Und alles Wissen ist vergeblich, wenn die Arbeit fehlt, und alle Arbeit ist leer, wenn die Liebe fehlt; Und wenn ihr mit Liebe arbeitet, bindet ihr euch an euch selber und aneinander und an Gott. Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt, lasst besser eure Arbeit und setzt euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen die mit Freude arbeiten... Abiturklasse 2008 (hier noch in der 4. Klasse) Abiturklasse 2008 (hier schon in der 5. Klasse) Der letzte Blick und ein ganz besonderer Dank in diesem Zusammenhang sei unserer Elternschaft gewidmet, die ihre Kinder durch die anstrengenden Jahre der Oberstufe und des Abiturjahres begleitet hat und die durch all die Höhen und Tiefen einer Schulzeit unserem Konzept treu geblieben ist. Wir sind als Kollegium tief dankbar für das Vertrauen, dass sie uns ihre Kinder anvertrauen, gerade auch jene, die hervorragende Leistungen in Prüfungen zeigen, mit denen sich eine Schule natürlich auch „schmückt“. Die Bedeutung einer Elternschaft, die das pädagogische Tun eine Schule wach, auch kritisch, aber immer empathisch begleitet, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Dr. Hans Moritz 23 Jahre

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