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Gibitz 25 Jahre Wendelstein

Pfingsten 1993 Frau

Pfingsten 1993 Frau Zäpfel mit dem Grundstein 2000 Richtfest Juli 1993 … und über allem s Juli 1993 ZU BEGINN WAR ES EINE IDEE: 1983 suchte eine junge Mutter in einer Zeitungsanzeige im „Schwabacher Tagblatt“ gleichgesinnte Eltern, die ihre Kinder im Sinne der Waldorfpädagogik erziehen wollten. Die Idee wurde zur Tat: ein kleiner Kreis begeisterter Eltern gründete in Schwabach einen Waldorfkindergarten. Natürlich sollten diese Kinder später auch in eine Waldorfschule gehen. Aber die Suche nach einem geeigneten Grundstück für eine Schule in Schwabach zog sich in die Länge. So fuhren 1989 die ersten Schulkinder, begleitet von Eltern, mit dem Zug nach Nürnberg in die Rudolf Steiner-Schule. Vier Jahre sollte das Gastrecht für die „Balkonklassen“ gelten. Sollte es bis dahin keine neue Schule geben, wäre das das Ende des Traumes einer eigenen Schule gewesen. Mit unglaublichem Optimismus gingen die Eltern auf die Suche nach einem Schulstandort, nach Lehrern und einem/r Gründungslehrer/in. 1991 stießen die ersten Lehrer zu der Gründungsinitiative hinzu. Ja, als Lehrer eine eigene Waldorfschule mit aufzubauen, seinen eigenen Arbeitsplatz von Grunde auf mit zu gestalten, neue Wege gehen zu dürfen, Pioniere zu sein, das war für uns- eine Handvoll Lehrer- ein begeisternder Gedanke. In Stuttgart auf der Uhlandshöhe ließen wir Luftballons in den Himmel steigen, als wir vom Bund der Freien Waldorfschulen die Erlaubnis bekamen, eine Schule gründen zu dürfen. Als Frau Zäpfel sich als Gründungslehrerin bereit erklärte und ein Schülervater den Bürgermeister von Wendelstein, Herrn Kelsch, überzeugte, dass Wendelstein unbedingt eine Waldorfschule braucht, ging es mit Riesenschritten vorwärts. 1992 unterrichtete unser kleines Kollegium noch unter dem Dach der Nürnberger Schule: Frau Schreiner die 2. Klasse, ich die 1.Klasse, Herr Prahse Eurythmie, Frau Mejer-Velan Englisch, Madame Veit Französisch, Frau Zäpfel die 4.Klasse und Frau Lindig die 3. Klasse. Dienstags hatten wir unsere „Wendelsteiner Konferenz“, donnerstags saßen wir in der Konferenz mit den Nürnberger Kollegen. Dazu kam der Unterricht, der für uns- bis auf Frau Zäpfel- Neuland war, Sitzungen über Sitzungen, Pläne über Pläne. 16 Jahre

Baustelle Haus 1 tand ein guter Stern … AUCH DIE ELTERN IM BAUKREIS WAREN UNERMÜDLICH: • 30. Januar 1993 der erste Spatenstich auf einem Acker am Rande von Wendelstein • 26. März 93 Grundsteinlegung • 1. Juli 93 Richtfest Die Eltern mit „Hauptwohnsitz Baubaracke“ leisteten unglaublichen Arbeitseinsatz am Bau. Frau Horneber, eine Schülermutter baute die Schränke und Sideboards für die Klassenzimmer, Frau Zäpfel steckte all ihre Kraft und Zeit in die Koordination mit Architekten, Baukreis, Behörden und… und… und. Herr Brüggman, Markenzeichen Motorrad, mit dem er zu unserer Klausurtagung ins Bauernhaus von Frau Schreiner nach Kottensdorf brauste, regelte die Finanzen. Frau Badtke- Meyer baute mit Freunden die Räume des Hortes aus, wir Lehrer lasierten mit Frau Lindemann (unsere Kindergärtnerin) und Frau Muchow (unsere Heileurythmistin) die Klassenzimmer, wir saßen in den Sommerferien auf Gerüsten in schwindelnder Höhe und strichen die Holzfassade…. Aber über all der Arbeit lag der Zauber des Anfangs. Am 2. November 1993 luden wir mit den Kindern unsere Tische und Stühle in einen Möbelwagen, 5 Klassen stiegen mit ihren Lehrern in einen Bus und es ging nach Wendelstein in „unsere“ Schule. Eine Idee war „Schule“ geworden. VIELES AUS DER PIONIERPHASE IST HEUTE KAUM MEHR VORSTELLBAR: Jede Menge Arbeit, die auf wenige Schultern verteilt werden musste, dazu Klassen von 36 Schülern, an drei Samstagen im Monat Schule, Monatsfeiern und Theaterspiele in der Baustelle „Festsaal“, wir improvisierten, versuchten, veränderten. Wir erarbeiteten mit den Eltern ein Oberstufenkonzept, ein paar Eltern, Frau Lange und ich planten das Außengelände, gruben in Schwabach Sträucher aus, um sie in Wendelstein einzusetzen, machten den Schulgarten urbar, organisierten Bäume, damit der Wind unsere Schüler und uns auf dem Acker nicht wegwehte. Von unseren Gehältern traten wir einen Teil ab, damit Frau Muchow als Heileurythmistin eingestellt werden konnte, 10 Jahre gab es keine Gehaltserhöhung, keine Sonderzulagen. Der Finanzierungsrahmen der Schule musste eingehalten werden. Aber die Begeisterung, in „unserer Waldorfschule“ arbeiten zu können, sie gestalten zu können, trug uns über viele Jahre. Und wir spürten immer den „guten Stern“, der über dieser Schule steht. G. Wendt 17 Jahre

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